zur Startseite
 

Das LABOR FÜR KONTRAFAKTISCHES DENKEN ist Arbeitsort und Aufenthaltsraum zugleich. Hier wird daran gearbeitet, wichtige und unwichtigere Fakten oder Phänomene gesellschaftlicher und individueller Realität unter der Option eines „Als Ob“ kurzerhand auszuschalten und anders zu besetzen. Wir sind vieles gewohnt, vieles lässt sich scheinbar nicht ändern. Aber nichts ist vor einem kontrafaktischen Zugriff sicher.

 

 
  Welches Wissen braucht die Welt!?!

kontrafaktisches denken [n.] 1 Freiheit, Phänomene der Gegenwart ignorieren zu dürfen, um darüber utopisches Erkenntnispotential freizusetzen 2 Freiheit, Aspekte der Vergangenheit umändern zu dürfen durch die Vorstellung dessen, wie es anders hätte sein können [>lat. contrafactus „umgewendet, ins Gegenteil verkehrt“]

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen -

 

Am 16. März 2010 feiert das neue Projekt des Labors im Theaterdiscounter Berlin Premiere: Ich bin (nicht) da gewesen. Eine performative Ausstellung über den Konjunktiv.

 

Genauere Informationen, Daten und Zeiten, Kartenreservierungsnummern und alles, was sonst noch von Nöten ist, damit Ihr uns im März in Berlin besuchen könnt, findet Ihr in der Sternwarte des Labors.

 

Wir freuen uns auf Euch!

Peggy & Julia

 

 

 

Das Labor für kontrafaktisches Denken verfügt über verschiedene Arbeitsräume, in denen an unterschiedlichen kontrafaktischen Projekten gewerkelt und gebrütet wird:

Das Labor
Das Labor ist ein klarer und steriler Raum. Hier werden Projekte und Fragestellungen bearbeitet, deren Komplexität eine große Präzision im Umgang erfordert. Hier wird seziert. Hier werden Gefühle unters Mikroskop gelegt und in ihrer Struktur erkennbar. Hier wird im Reagenzglas Wirklichkeit manipuliert oder sogar eingefroren.

Der Salon
Wir suchen die Begegnung und glauben an die Überschreitung von Parallelwelten. Denn Im Austausch beginnt eine kontrafaktische Vorstellung wieder Realität zu werden. Im Salon werden Feste gefeiert und Essen gegeben: hier treffen wir andere Realitätsgestalter und lassen uns treffen. Der Salon ist aber auch die Höhle für alle Vorhaben, die auf den ersten Blick ungemütlich erscheinen, denen man sich lieber vor dem Kamin in eine Decke gewickelt nähert.

Die Werkstatt
Manche Fakten bearbeitet man lieber mit dem Hammer und dem Brecheisen oder bügelt einmal kräftig drüber. Die Werkstatt verfügt über sämtliche brachiale und spitze Arbeitsmittel, um auch jene Gewohnheiten zu bearbeiten, die unsere Realität nicht gerne hergeben will.

Die Sternwarte
Die Sternwarte ist Rückzugs- und Aussichtspunkt zugleich. Für Zeiten und Vorhaben, wo dringend ein wenig Überblick von Nöten ist. Hier berichten wir aus der Ferne oder von der Ferne. Oder gehen von der Gegenwart aus in die Vergangenheit zurück.  

Das Archiv
Im Archiv werden abgeschlossene Forschungsprozesse mit ihren Ergebnissen abgelegt und katalogisiert. Darüber hin aus finden sich hier Texte von anderen kontrafaktischen Denkern, die uns wichtig sind.

Das Gästezimmer
Das vermieten wir monatsweise an all die Menschen, die mit uns einem Strang ziehen: die einen Werkraum, eine Zufluchtsstätte, einen Arbeitsort oder einen Ruhepool brauchen, um dem Kontrafaktischen jenen angemessenen Platz im Leben zu geben, den es braucht.